Zwölf Spiele an zwei Abenden, 10. und 11. September 2026. Die deutsche Spur zieht sich durch den Spieltag wie ein roter Faden: Die Kölner Haie schreiben Zuschauer-Geschichte, die Eisbären Berlin lösen den Startknoten, die Adler Mannheim gewinnen ein verrücktes 5:4 in Frankreich. Parallel sortiert sich die Tabelle — Skellefteå bleibt Maßstab, Titelverteidiger Frölunda stolpert, Rögle schießt Salzburg aus der Arena.
Die deutsche Spur
In Köln fällt die Entscheidung nicht nur auf dem Eis. 18.104 Zuschauer in der LANXESS arena — neuer Rekord der Champions Hockey League — sehen, wie die Haie Titelverteidiger Frölunda Göteborg mit 5:2 (1:1, 1:0, 3:1) bezwingen. Kevin Niedenz trifft früh, Daniel Fischbuch bringt die Führung zurück, Marcel Noebels macht mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten alles klar, Frederik Storm trifft Empty Net. Dritter Sieg im dritten Spiel, acht Punkte, Platz vier nach Spieltag 3.
Noebels bleibt der heißeste Stock Europas: 6 Tore, 2 Assists, 8 Punkte in drei Spielen — Ligaspitze bei Scorern und Torschützen. Patrick Russell (3-3-6) und Gregor MacLeod (1-5-6) stehen mit ihm in den Top Sieben. Zwölf Jahre ohne CHL-Heimspiel, dann dieser Abend.
In Berlin endet die Nullnummer. Die Eisbären gewinnen gegen Graz 99ers 4:1 (3:0, 0:1, 1:0) vor 4.227 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast — der erste CHL-Sieg nach den Kantern in Genf und Davos. Leonhard Pföderl trifft doppelt und kommt auf 4-1-5 in drei Spielen, nur hinter Noebels und Zadina in der Torschützenliste. Vikingstad und Mik komplettieren den Abend. Drei Punkte, Platz 19 — noch dünn, aber der Druck ist weg.
Und Mannheim liefert das Drama. Bei Bordeaux liegen die Adler nach sechs Minuten 0:2 zurück, drehen die Partie noch im ersten Drittel und gewinnen am Ende 5:4. Greco trifft shorthanded, Kristian Reichel entscheidet in der 58. Minute. Sechs Punkte aus drei Spielen, Platz zehn, Torverhältnis 9:8.
Die Spitze und die Bruchstellen
Skellefteå AIK bleibt Tabellenführer — 9 Punkte, 12:4 Tore. Gegen Genève-Servette fällt der Sieg erst 21 Sekunden vor Schluss durch Arvid Lundberg (3:2). Die Genfer verlieren erstmals in dieser CHL-Saison; es ist die sportliche Revanche für das Finale 2024, das Genève damals gewonnen hatte. HC Pilsen steht ebenfalls bei 9 Punkten (10:3), hat aber ein Spiel weniger als später nachziehende Teams — nach Spieltag 3 teilen sich die Schweden und die Tschechen die Punkte-Spitze, Skellefteå führt über die Tordifferenz.
Davos bleibt mit 8 Punkten und dem besten Torverhältnis der Liga (15:6) im Spitzenfeld: 4:2 in Tychy, Filip Zadina weiter in Fahrt. Tappara gewinnt in Växjö 2:1, unter anderem durch ein Shorthanded-Tor von William Wiå — die Finnen liegen bei 7 Punkten.
Frölunda, amtierender Champion, rutscht nach der Kölner Niederlage auf 5 Punkte und Platz 11. Salzburg kassiert bei Rögle ein 0:5 — vier Gegentore im Schlussdrittel, Rögle holt die ersten drei Punkte der Saison. SaiPa schockt Pardubice 3:2: Einar Emanuelsson trifft zweimal innerhalb von 31 Sekunden. Nitra holt den ersten Sieg (4:1 in Kouvola, Krištof doppelt). Storhamar schlägt den KAC 2:1 — Warnschuss vor dem Haie-Wochenende in Krefeld. Fribourg verliert daheim gegen Plzeň 2:4, Liberec rettet gegen Herning erst im Shootout (2:1 n.P.).
Hot or Not nach Spieltag 3
Hot
- Marcel Noebels | 6-2-8 | Ligaspitze Punkte und Tore
- Kölner Haie | 8 Pkt, 18.104 | ungeschlagen + CHL-Zuschauerrekord
- Leonhard Pföderl | 4-1-5 | Lichtblick und Matchwinner Berlin
- Skellefteå | 9 Pkt, +8 | Tabellenführer, Late-Heroics
- Filip Zadina | 4-4-8 | Davos-Motor
Not
- Frölunda | 5 Pkt | Titelverteidiger ohne Glanz
- Salzburg | 0:5 in Ängelholm | eingebrochen im dritten Drittel
- Graz / Tychy | 0 Punkte | weiterhin ohne Zähler
Tabelle nach Spieltag 3 (Stand 11.09. abends)
- Skellefteå 9 · 2. Pilsen 9 · 3. Davos 8 · 4. Kölner Haie 8 · 5. Tappara 7 · … · 10. Adler Mannheim 6 · 19. Eisbären Berlin 3 · 23. Graz 0 · 24. Tychy 0.
