In der EisArena Wolfsburg gewinnen die Grizzlys Wolfsburg gegen die Red Bulls München mit 4:3 n.V. (1:1, 2:2, 0:0, 1:0). Vor 3.612 Zuschauern werfen die Gäste deutlich mehr aufs Tor — und verlieren trotzdem in der Verlängerung, weil Dustin Strahlmeier den Unterschied macht und Luis Schinko doppelt trifft.

Tobias Rieder eröffnet für München (5:04, Hirose, Murphy). Spencer Machacek gleicht aus (15:52, Gaudet, Möser). Veit Oswald bringt die Red Bulls erneut vor (20:28, Murphy, Klok), Schinko antwortet (21:19, Graber). Julian Melchiori stellt auf 3:2 (31:05, Morley, Graber), Dominik Kahun gleicht für die Gäste aus (35:32, Oswald, Hirose). Das Mitteldrittel bringt vier Tore und zeigt, wie eng die Teams beieinanderliegen: Führung und Ausgleich wechseln, ohne dass eine Seite sich absetzt. Murphy und Hirose legen für München vor, Graber und Morley tragen die Wolfsburger Antwort.

Das Schlussdrittel bleibt torlos. Beide Keeper halten Stand, jede Chance trägt Gewicht, die Verlängerung rückt näher. München dominiert die Schussstatistik und die Bullys, findet aber keinen Weg durch Strahlmeier. Die Grizzlys verteidigen tief, blocken Schüsse und warten auf den Konter. Die Szene gehört dem Heimtorwart: Strahlmeier pariert 42 von 45 Schüssen (.933) über 63:54 Minuten. München kommt auf 45:27 Schüsse, Wolfsburg auf 27 — die Effizienz vor dem Tor entscheidet anders als die Menge der Abschlüsse.

Keine der beiden Seiten verwandelt ein Powerplay; die Entscheidung fällt im Vier-gegen-Vier. In der Verlängerung entscheidet Schinko (63:54, Morley, Bowey) und sichert zwei Punkte. Antoine Bibeau stoppt 23 Schüsse (.852). Schinko steht bei zwei Toren und beendet den Abend; München nimmt einen Zähler mit nach Hause — trotz Schussüberlegenheit und dem frühen Führungstor von Rieder. Für Wolfsburg zählt der Charakter, die Chance gegen den Favoriten zu nutzen; für die Red Bulls bleibt die Chancenverwertung das offene Konto.