In der SAP Arena gewinnen die Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin mit 4:3 (2:2, 1:0, 1:1). Vor 13.600 Zuschauern stehen die Hausherren nach zwei Minuten mit 0:2 im Rückstand — und wenden die Partie noch vor der ersten Pause.

Jonas Müller eröffnet für Berlin (0:56, Ronning, Kirk), Ty Ronning erhöht wenige Sekunden später (2:00, Kirk). Die Antwort der Adler folgt auf dem Fuß: Anthony Greco verkürzt (3:03, Solow, Poirier), Matthias Plachta gleicht im Powerplay aus (9:43, Gilmour, Esposito). Aus dem Loch der ersten hundertzwanzig Sekunden wird ein Unentschieden, das die Arena spürbar aufrichtet. Mannheim gewinnt in der Folge die Mittelfeldduelle und bringt Tempo in die Angriffszone, ohne den Gegner überhastet zu öffnen.

Im Mitteldrittel bringt Tom Kühnhackl die Adler erstmals in Führung (25:07, Calce, Ehl). Die Eisbären drücken nach und suchen den Ausgleich über das Umschaltspiel, doch Jake Hildebrand hält Stand und bewahrt den knappen Vorsprung bis zur zweiten Pause. Schüsse und Bullys bleiben ausgeglichen — die Begegnung lebt von Tempo und Zweikämpfen, nicht von der Überlegenheit einer Seite. Berlin erhält mehrere Überzahlchancen, verwandelt aber keine.

Manuel Wiederer trifft im Schlussabschnitt in Unterzahl zum 3:3 (48:06, Geibel, Hördler) und bringt die Gäste zurück. Die Führung hält keine Minute: Justin Schütz entscheidet die Begegnung (49:15, Reichel, Brown) und schiebt Mannheim über die Ziellinie. Jack LaFontaine wehrt 23 Schüsse ab, kassiert aber vier Treffer; Hildebrand kommt ebenfalls auf 23 Paraden bei drei Gegentoren. Mannheims einziges Powerplaytor und Berlins Unterzahlausgleich spiegeln wider, wie eng die Special Teams lagen.

Drei Punkte für die Adler nach der frühen Wende. Berlin reist mit leeren Händen ab — trotz Doppelpack in der Anfangsphase und dem mutigen Unterzahltreffer von Wiederer. Für Mannheim zählt der Charakter der Wende; für die Eisbären bleibt der Start in die Auswärtspartie die offene Rechnung.