Edmonton eröffnet die Vorsaison am 19. September mit 5:2 gegen die Winnipeg Jets. Leon Draisaitl liefert Tor und Vorlage in 19:11, Connor McDavid dasselbe in 19:13 — erstes gemeinsames Exhibition-Zeichen unter Trainer Mike Babcock am Rogers Place.

Die Jets führen früh durch Parker Ford. Ryan Shea gleicht aus, McDavid dreht die Partie noch im Startdrittel. Im Mitteldrittel trifft Draisaitl aus Distanz, der Puck nimmt eine Kante am Pfosten. Kurz darauf erhöht Alex Formenton per Breakaway nach langem Bankpass von Evan Bouchard. Jacob Julien verkürzt später für Winnipeg, Colton Dach macht den Empty-Netter. Bouchard sammelt vier Assists, Shea kommt auf 1+2. Die Topreihe mit Vasily Podkolzin hält den Druck hoch. Tristan Jarry und Matt Tomkins teilen sich das Tor. Es bleibt Vorsaison: keine Tabelle, kein Pflichtspiel-Gewicht — aber ein klarer erster Taktgeber für Linien und Belastung.

Draisaitl und McDavid kommen auf je zwei Punkte, die Plus-Minus-Zeile steht bei +4. Bouchards vier Vorlagen rahmen den Abend. Wer den deutschen Superstar sucht, findet ihn im Scorerprotokoll und bei knapp 20 Minuten Belastung — genau der Rahmen, den die Vorsaison für Stars oft vorsieht.

Drei Tage später reisen die Oilers nach Winnipeg. Diesmal endet die Begegnung 2:1 nach Overtime für Edmonton. McDavid und Draisaitl ruhen; im Kader stehen andere Forward- und Defense-Gruppierungen. Devon Levi und Connor Ungar teilen sich die Minutes zwischen den Pfosten. Die Stars vom Auftakt fehlen in der Revanche bewusst — typisches Preseason-Management laut Boxscore, keine Verletzungsnotiz aus den belegten Quellen.

Babcocks erste Exhibition-Nacht liefert also den Messpunkt: beide Anker punkten, das Team gewinnt klar. Der OT-Sieg in Manitoba folgt ohne sie. Bis zum Ligastart zählen diese Spiele nur als Taktgeber für Chemie, Eiszeiten und wer im Camp noch Minuten braucht. Wer daraus schon Regular-Season-Form ableitet, liest zu viel in die Vorsaison hinein.