JJ Peterka betritt am Dienstag erstmals das TD Garden im Bruins-Trikot — Vorsaison, kein Pflichtspiel — und Boston gewinnt gegen die Philadelphia Flyers klar mit 5:1. Der deutsche Flügelstürmer bleibt ohne Tor und Vorlage, sammelt aber 17:19 Eiszeit und einen Torschuss. Dazu kommen zwei verfehlte Abschlüsse; die Boxscore-Zeile liest sich nüchtern, der Einsatz nicht.

Coach Marco Sturm stellt ihn auf die zweite Reihe neben Casey Mittelstadt und Pavel Zacha. Die Formation hält das Camp bereits zusammen, jetzt bekommt sie den ersten echten Gegnerdruck. Zusätzlich läuft Peterka mit David Pastrnak und Co. auf dem ersten Powerplay; die gemeinsame Überzahl-Eiszeit liegt bei 1:26. Chancen entstehen früh. Kolosov klärt aus kürzester Distanz noch vor der ersten Pause. Später scheitert Pasta frei, ein Rush-Abschluss geht daneben. Das Mitteldrittel endet 0:0.

Philadelphia hatte nach dem Führungstreffer von Michael Eyssimont (Ablenkung vor dem sticklosen Vladar) noch ausgeglichen; Jacob Gaucher nutzte den Nachzügler. Dann zünden die Bruins im Schlussabschnitt: Vier Tore in Folge. Morgan Geekie trifft im Powerplay nach Zuspiel von Pastrnak und H. Lindholm, Brian Halonen erhöht, Elias Lindholm vollendet nach Zuspiel von Zacha und Zadorov, Eyssimont macht seinen zweiten. Jeremy Swayman hält 20 von 21 Schüssen und lässt über die letzten gut 40 Minuten nichts mehr zu.

Zwei Tage zuvor hatte Lukas Reichel gegen Washington 12:47 bekommen — ebenfalls ohne Scorerpunkt, mit drei Schüssen aufs Tor. Boston gewann jene Partie 3:2 nach Shootout. Die deutsche Spur in Boston verdichtet sich unter Sturm: Reichel tastet sich ein, Peterka debütiert vor Heimkulisse, Will Borgen steht parallel in der Defense. Der Club steht nach zwei Vorsaison-Spielen bei 2-0-0. Pflichtspiele zählen erst später. Bis dahin liefert die Exhibition den Stress-Test für Linien, PP1 und die Frage, wie schnell sich die Neuzugänge an Sturms härteres Spieltempo anbinden.