Die Winnipeg Jets halten sich die Tür für Connor Hellebuyck offen. Es sei nicht so, dass die ganze Gruppe sage, man wolle ihn nicht, erklärte Trainer Scott Arniel am Montag. Alle warteten ab, für die Mannschaft sei die Lage ein Unbekanntes.

Der Torhüter ist seit dem 16. September gesperrt, weil er nach seinem öffentlichen Wechselwunsch nicht zum Trainingslager erschienen war. Der kanadische Sender Sportsnet berichtete am Wochenende, Hellebuyck habe den Jets vor dem ersten Saisonspiel mitgeteilt, dass er zurückkehren wolle, und seine Sperre ende am Freitag. Das sei alles, was man wisse, sagte Arniel, wie es weitergehe, sei offen. Nach dem Tarifvertrag zwischen Liga und Spielergewerkschaft droht einem Spieler, der ohne Erlaubnis dem Trainingslager fernbleibt und dann zurückkehrt, eine Sperre von angemessener Länge.

Danach hätten die Jets mehrere Wege: Sie könnten Hellebuyck abgeben, ihn bei weiterlaufendem Gehalt zu Hause lassen, ihn zum Aufbau in die AHL schicken oder in den Kader zurückholen. Darum kümmere sich General Manager Kevin Cheveldayoff, sagte Arniel. Stürmer Cole Perfetti sagte, die Mannschaft wolle Spieler, die hier sein wollen. Wenn Hellebuyck zurückkomme und zeige, dass er sich der Gruppe wieder verschreibe, sei das eine gute Nachricht.

Sportlich hat Winnipeg die ersten acht Spiele ohne ihn mit vier Siegen, zwei Niederlagen und zwei Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen überstanden. Stuart Skinner hat in fünf Einsätzen drei Siege geholt und keines seiner Spiele in der regulären Spielzeit verloren.

Hellebuyck, 33, gewann 2024/25 die Hart Trophy als wertvollster Spieler der Liga und zum dritten Mal die Vezina Trophy als bester Torhüter, im Februar holte er mit den USA olympisches Gold in Mailand und Cortina. Er steht im dritten Jahr eines Siebenjahresvertrags über 59,5 Millionen US-Dollar.