In der Lanxess Arena gewinnen die Kölner Haie das Krönenspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 4:3 n.V. (2:0, 1:1, 0:2, 1:0). Vor 16.217 Zuschauern führen die Hausherren lange mit zwei Toren Vorsprung — und brauchen trotzdem Extrazeit, bevor die Punkte fallen.

Markus Ljungh eröffnet nach gut einer Minute (1:07, Austin, Fleischer). Die Haie bestimmen Tempo und Raum; Frankfurt findet selten den Abschluss. Daniel Fischbuch erhöht noch im ersten Drittel (18:18, Kammerer) — 2:0 nach zwanzig Minuten, die Arena steht. Im Mittelabschnitt kommt der Gegenstoß der Löwen: Eric Jonathan Uba verkürzt (27:11, Wedman, Joyaux). Die Antwort folgt sofort. Ljungh trifft zum zweiten Mal (27:30, Niedenz, Fleischer) und stellt auf 3:1. Zwei Tore Vorsprung wirken komfortabel, doch Frankfurt bleibt im Spiel. Die Gäste blocken Schüsse (22 Blocks im Desk), die Haie halten die Scheibe länger — bis das dritte Drittel die Rollen tauscht.

Das Schlussdrittel kippt die Dynamik. Anthony Romano nutzt das Powerplay (49:27, Wedman) zum 3:2. Die Haie verteidigen den Vorsprung bis in die Schlussminute — dann schlägt Uba erneut zu (59:48, Matushkin) und erzwingt das 3:3. Zwölf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit ist aus einem Heimsieg ein Unentschieden geworden. Die Verlängerung hält nur kurz: Valtteri Kemiläinen entscheidet nach Zuspiel von Fischbuch (62:46).

Ljungh und Uba stehen bei je zwei Toren, Fischbuch bei 1+1, Fleischer und Wedman bei zwei Assists. Schüsse 32:23 für Köln; Janne Juvonen hält 20 Schüsse (.870), Adam Scheel kommt auf 29 Saves (.879). Zwei Punkte für die Haie zum Krönenspiel; Frankfurt nimmt einen Zähler mit an den Main.