Die Straubing Tigers haben das bayerische Derby gegen den EHC Red Bull München mit 4:2 (1:1, 0:0, 3:1) gewonnen. Vor 5.635 Zuschauern im ausverkauften Eisstadion Straubing haben Linus Brandl, Marcel Brandt und Nicholas Halloran im Schlussdrittel ein 1:1 in einen Sieg verwandelt.

Straubing bekam früh zwei Überzahlspiele, Antoine Bibeau im Münchner Tor hielt zunächst alles. Genau mit Ablauf der Strafe gegen Maximilian Daubner traf Stefan Loibl vom Pfosten ins Netz zum 1:0 (7:42, Beaudin, Brandt). Die bis dahin unauffälligen Gäste glichen überraschend aus: Jeremy McKenna fand den frei stehenden Tobias Rieder (10:17, McKenna). Bei fünf gegen drei für die Gäste hielt Jakub Skarek das 1:1 fest. Das zweite Drittel blieb torlos, auch weil Rieder bei einem Alleingang nur den Außenpfosten traf.

Im Schlussdrittel kippte das Spiel. Alex Green zog von der blauen Linie ab, Brandl fälschte im Gewühl vor Bibeau ab – die Schiedsrichter gaben das 2:1 nach langem Videostudium (3:21, Green, McKenzie). Kaum war Straubing nach einer Strafe gegen Adrian Klein wieder vollzählig, drosch Brandt die Scheibe zum 3:1 ins Netz (8:11, McKenzie). Als Lucas Thaler wegen hohen Stocks saß, traf Halloran in Überzahl zum 4:1 (15:00, Duszak, Beaudin). München nahm Bibeau 3:40 Minuten vor dem Ende vom Eis, mehr als Thalers 4:2 mit dem sechsten Feldspieler sprang nicht heraus (18:31, Ehliz, Rieder).

Straubing gab 27 Schüsse aufs Tor ab, München 26. Skarek parierte 24-mal, Bibeau 23-mal. Die Tigers nutzten eins von fünf Überzahlspielen, München keins seiner fünf. Am Bullypunkt lag München mit 35 zu 27 vorn.

Straubing hat das Derby im dritten Drittel entschieden – nach Klubangaben mit einer Zweikampfquote von 63 Prozent in diesem Abschnitt.