Im Eisstadion Straubing unterliegen die Straubing Tigers den Krefeld Pinguine mit 3:6 (1:2, 2:3, 0:1). Vor 5.189 Zuschauern führen die Hausherren kurz — und liegen nach dem ersten Drittel bereits mit 1:2 zurück, weil Mathew Santos als Spielmacher den Rhythmus der Gäste setzt und Marcel Müller doppelt trifft.

Nicholas Halloran eröffnet im Powerplay (3:02, Leonhardt). Santos gleicht aus (6:04), Müller bringt Krefeld in Führung (18:47, Suess, Percy). Direkt nach dem Wiederanpfiff trifft Philip Gogulla (20:26, Santos, Newton), neunzehn Sekunden später erhöht Müller erneut (20:45, Suess, Mebus) — aus 1:2 wird 1:4, der Vorsprung der Gäste wirkt plötzlich wie ein Graben. Straubing versucht, über Tempo und Scheibenkontrolle zurückzukommen, doch die Defensive der Pinguine steht tief und eng und nimmt den Tigers die gefährlichen Schussbahnen.

Jamieson Rees verkürzt (34:43, Madden), Max Newton antwortet (35:49, Santos), Danjo Leonhardt hält Straubing im Spiel (36:45, Beaudin, Kersten). Der Rückstand schrumpft, der Ausgleich gelingt nicht: Innerhalb von zwei Minuten fallen drei Tore, die Arena schwankt zwischen Zuversicht und Ernüchterung. Gogulla trifft im Schlussabschnitt erneut (55:31, Newton, Santos) und nimmt den Tigers die letzte Hoffnung. Santos steht bei 1+3, Newton bei 1+2, Gogulla und Müller treffen je doppelt — die Offensivreihe der Gäste trägt den Auswärtsabend und belohnt die frühe Antwort auf das Powerplaytor der Hausherren.

Krefeld verzichtet auf Powerplaytore und trifft dennoch sechsmal — die Effizienz fünf gegen fünf trägt den Auswärtsabend. Jakub Skarek hält 39 Schüsse (.867), Felix Bick kommt auf 30 Paraden bei .909. Schüsse 33:45 — drei Punkte für Krefeld nach einem Gastspiel, das von Tempo nach dem Wiederbeginn lebt. Straubing wartet weiter auf den ersten Heimsieg der Saison und muss die Phase nach der Pause besser schließen, bevor der Rückstand zu groß wird.